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Minimalismus in der Architektur

von | 27. Mrz. 2019

Minimalismus ist ein Stil der Architektur, der sich bereits vor gut einhundert Jahren in den 1920er-Jahren gebildet und seitdem auch verändert hat. Dennoch ist dieser Ansatz noch älter, betrachtet man manche historische Bauten, die ebenfalls bereits ohne Ornamentik auskommen. Hauptmerkmal des architektonischen Minimalismus ist ein klares Form- und Liniendesign, das auf das Wesentliche beschränkt ist sowie Weiß und Beigetöne.

Entwicklung des architektonischen Minimalismus

Die Ursprünge des Minimalismus in der Architektur werden unterschiedlich angesetzt, entweder in der Architekturmoderne der 1920er-Jahre oder auch der skandinavischen minimalen Architektur, die sich von den 1920ern bis in die 1970er-Jahre erstreckt hat. Tatsächlich umgesetzt worden ist minimalistische Architektur allerdings erst relativ spät, in den 1980er- und vor allem 1990er-Jahren.

Der Stil ist eine Gegenbewegung zur üppigen Ornamentik sowie den Formvorschriften vorangegangener Jahrhunderte und steht auch der Pop Art und dem Expressionismus gegenüber. Er zeichnet sich vor allem durch serielle Anordnungen und geometrische Formen aus, wobei alle überflüssigen Dekorationen weggelassen sind. Dennoch ist der Minimalismus nicht mehr so streng wie zu seinen Anfangszeiten, sondern lässt mittlerweile beispielsweise mehr Farbtöne zu.

Minimalismus: Wirkung

Die Wirkung auf Wohnen und Arbeiten ist beim Minimalismus eine besondere: So schafft er mehr Platz für das Wesentliche, hilft zu strukturieren und einen klareren Blick auf die Dinge zu entwickeln. Gleichzeitig bietet Minimalismus Sicherheit, kommt den Ansprüchen des nachhaltigen Bauens entgegen und ist erschwinglich.

Darüber hinaus kommen bei diesem Baustil hochwertige Materialien besonders zur Geltung: Glas, Beton und Stahl, aber auch Naturmaterialien wie Holz können elegante Effekte erzielen und beispielsweise Lichteinfälle beziehungsweise die Beleuchtung oder auch die Aussicht neu in Szene setzen.

Minimalismus in der Architektur heute

Heutzutage findet man den minimalistischen Baustil bei vielen Gebäudearten – neben Wohngebäuden und vornehmen Villen sind es vor allem Museen und Luxuskaufhäuser, die auf Minimalismus setzen, damit die Umgebung nicht von den Ausstellungsstücken ablenkt, gleichzeitig aber eine edle Kulisse bietet. Grundsätzlich erfolgt die Gestaltung und die Auswahl der Materialien nach dem Zweck des Gebäudes, wobei sich der Minimalismus auch kaum merklich mit anderen Stilrichtungen mischen kann.

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